Unsere Tipps für Sie:
- Obstbäume schneiden: luftige Krone, viele Früchte:
Ende Februar, Anfang März wird es Zeit für einen radikalen Schnitt. Die Kraft der Obstbäume muss gebündelt werden: Nicht viel Laub soll wachsen, sondern zahlreiche Blüten und kräftige Früchte. Also müssen die Äste zurückgeschnitten werden. Dabei gilt: Besser ganze Astpartien entfernen als lauter kleine Äste abschnipseln. Denn: Jede Schnittstelle bedeutet neuen Austrieb, eine dichte Krone aber ist schlecht für die Früchte. Die Krone muss gut durchlüftet sein, damit etwa nach einem Regenschauer die Früchte schnell trocknen können. Weniger Äste und weniger Laub lassen zudem die Sonne besser an die Früchte heran. Wichtig bei großen Schnittstellen: Wundverschlussmittel. Sie verhindern, dass Krankheitskeime eindringen.
Eine Ausnahme gibt es unter den Obstbäumen freilich: Die Kirsche muss direkt nach der Ernte im Sommer geschnitten werden. Wer ihr jetzt die Äste nimmt, riskiert, dass sie ausblutet.
- Sträucher schneiden: Auf die Unterscheidung kommt es an:
Nicht nur Obstbäume, auch Obststräucher müssen jetzt zurückgeschnitten werden. Die Ausnahme hier: Himbeeren. Sie werden ähnlich wie Kirschbäume bereits nach der Ernte im Sommer zurückgeschnitten.
Für Ziersträucher gilt: Alle, die im Sommer oder Herbst blühen, müssen jetzt kräftig gestutzt werden. Beispiele: Lavendel, Rosen, Erikagewächse, Clematis. Vorsicht ist dagegen bei jenen Sträuchern geboten, die ihre Blüten bereits im Herbst angelegt haben. Würde man etwa den Forsythien jetzt die Äste nehmen, wären alle Blüten ebenfalls dahin.
Allgemein gilt: Das Frühjahr ist Pflanzzeit für sämtliche Blumen und Bäume. Regen sorgt für ausreichende Feuchtigkeit, und über den Sommer können die Pflanzen gut einwachsen, um über den Winter zu kommen. Auch Stauden können jetzt in den Garten gesetzt werden. Wichtig ist die Wahl des richtigen Standorts.
- Rasen: Moos raus und düngen:
Der Frühling ist für Rasenfreunde eine harte Zeit. Statt saftiger Halme sehen sie vor allem eins: Moos. Die Gründe dafür könnten unterschiedlich sein. Oft leidet der Rasen unter Nährstoffmangel oder fehlendem Licht. Werfen etwa Bäume ständig Schatten, hat es der Rasen schwer. Moos ist da weniger empfindlich. Weitere Gefahrenquelle für den Rasen: verdichteter Boden. Auch der trägt zur Moosbildung bei.
Was tun? Sobald der Boden abgetrocknet ist, muss der Vertikutierer ran. Ob elektrisch oder manuell spielt dabei eine untergeordnete Rolle. Hauptsache das Moos wird herausgeschnitten und anschließend abgeharkt. Hinterher sieht es ganz furchtbar aus, doch die Wirkung lohnt den vorübergehend deprimierenden Anblick. Ende März, Anfang April braucht der Rasen dann einen guten Langzeitdünger. Beim Mähen erntet man den Rasen quasi ständig ab, die Nährstoffe gehen auf diese Weise regelmäßig verloren. Zu dem Düngetermin im Frühjahr kommt der im August.